Unternehmen diskutieren während des Watson Wyatt General Industry und Pharma Survey-Forums aktuelle Vergütungstrends
Am Freitag, 16. Oktober 2009, trafen im Post Tower in Bonn HR-Vertreter aus verschiedenen Branchen und Unternehmen zusammen, um ihre Compensation Survey-Teilnahme 2009 durch die Ergebnis- und Abschlußpräsentation abzurunden. Gastgeber war der weltweit führende Post- und Logistikkonzern, die Deutsche Post DHL.
Grundlage für den fachlichen Erfahrungsaustausch waren die Kernergebnisse und Trends der Watson Wyatt Vergütungsberichte General Industry Survey (GIS) und Pharma Survey für Deutschland, die von Sascha Kamp und Janina Blohm präsentiert wurden. Für beide Vergütungsberichte konnte die Teilnehmerzahl in 2009 noch einmal gesteigert werden.
Die aufgezeigte Entwicklung von Gehältern und ausgewählten Nebenleistungen wurde insbesondere mit Blick auf das krisengeprägte letzte Jahr untersucht und kommentiert. Es wird deutlich, dass Unternehmen umfassende Maßnahmen ergriffen haben, um schnell die (Personal-) Kosten zu reduzieren. Die meisten Unternehmen kombinierten dabei Einstellungsstopps mit dem Abbau von Zeitarbeitskräften, aber auch der Abbau der Stammbelegschaft war bzw. ist noch – je nach Branche – ein Thema.
Der wirtschaftliche Ausblick zeigt, dass Unternehmen erst ab 2010 mit einem Ende der Wirtschaftskrise zu rechnen ist, dabei ist die pharmazeutische Industrie jedoch deutlich optimistischer. Als eine Folge davon, sind in 2009 geringere Gehaltssteigerungsraten als im Vorjahr festzustellen. Im branchenübergreifenden Durchschnitt betragen diese für alle Mitarbeiterebenen 2,3 %, nach 3,3 % im Vorjahr (Pharma: 3,4 % in 2009, 3,8 % in 2008). Für das Jahr 2010 werden die durchschnittlichen Gehaltsanpassungen auf einem leicht darunter liegenden Niveau prognostiziert (branchenübergreifend: 2,1 %, Pharma: 3,0 %).
Der Diskussionsverlauf zeigte darüber hinaus, dass auch die jährliche Bonuspolitik in den Unternehmen verändert und den Marktgegebenheiten, z. B. hinsichtlich der Leistungsziele, angepasst wird. Dabei wurde deutlich, dass die Verknüpfung von Vergütungs- und Talent Management, z. B. hinsichtlich einer Ausrichtung auf erfolgskritische Positionen, sog. „Key Positions“ zunehmend in den Fokus gerückt wird.
Auch die Firmenwagenpolitik ist nach wie vor ein heiß diskutiertes Thema. Zwar ist der Dienstwagen noch immer der „Platzhirsch“ und eine von den Mitarbeitern sehr geschätzte Nebenleistung, doch ist auch ein Trend in Richtung Car Allowance zu beobachten. Ferner werden Dienstwagenrichtlinien von den Unternehmen auf den Prüfstand gestellt und nach Potenzial zur Kostenreduktion untersucht. Auch ist die Flottenpolitik, z. B. hinsichtlich des Einsatzes von Eco-Modellen, ein Thema für die PersonalerInnen.
Insgesamt zeigte der offene und konstruktive Erfahrungsaustausch, dass die HR Arbeit weiterhin von den Auswirkungen der Krise geprägt sein wird. Dabei gilt es, der aktuellen Situation mit effizienten Maßnahmen zu begegnen und die Zukunft im Blick zu behalten.
Der kommende Erhebungszyklus für die Watson Wyatt Vergütungsberichte beginnt im Frühjahr 2010. Auch im kommenden Jahr werden die Teilnehmer wieder zur Ergebnispräsentation eingeladen. Für weitere Informationen steht Ihnen Sascha Kamp, Head of Data Services, gerne unter 0211 8228-0 zur Verfügung.