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immer mehr Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern eine Kfz-Zulage (Car Allowance) anstelle eines Firmenwagens an. Nach einer Studie von Watson Wyatt nutzen 35 Prozent der befragten deutschen Unternehmen diese Option – ein Drittel mehr als vor vier Jahren. Der Trend geht vor allem auf multinationale Unternehmen zurück, die europa- oder weltweite Dienstwagenregelungen einführen.
Als „Platzhirsch“ behauptet sich jedoch weiterhin der klassische Firmenwagen in 61 Prozent der Unternehmen. Vier Prozent wählen eine dritte Möglichkeit: Sie erstatten ihren Angestellten die Auslagen für Dienstfahrten z. B. per Reisekostenabrechnung. Für die Studie „Company Car Report 2008“ hatte Watson Wyatt Firmenwagenregelungen in 38 Ländern in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika untersucht.
Kfz-Zulage oder Dienstwagen – diese Frage stellen immer mehr Unternehmen, wenn sie ihre Firmenwagenregelung überarbeiten. Für eine Kfz-Zulage sprechen günstige Verwaltungskosten, eine unkomplizierte Abwicklung sowie die stärkere Selbstverantwortung des Mitarbeiters. Das klassische Dienstwagenmodell punktet hingegen — besonders in Deutschland – mit größeren steuerlichen Vorteilen und deutlich höheren Status- und Bindungseffekten. Die Firmenwagenregelung muss jedoch auch zur Kultur und Vergütungsphilosophie des Unternehmens passen. Nicht zuletzt sollte sie im Marktvergleich angemessen positioniert sein.
Die aktuelle Klimaschutz-Debatte sowie der hohe Ölpreis spielen bei der Entwicklung von „Company Car Policies“ ebenfalls eine wichtige Rolle. Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen plant, diese Gesichtspunkte künftig stärker zu berücksichtigen.
Der Trend zur Kfz-Zulage zeigt sich auch in anderen europäischen Ländern. In den Niederlanden und Irland entschieden sich 40 Prozent mehr Unternehmen als noch vor vier Jahren für den Barzuschuss, in Schweden 24 Prozent. Der Watson Wyatt Company Car Report ist sowohl als Europa-Übersicht als auch für einzelne Länder erhältlich.
Sascha Kamp – Head of Data Services Deutschland:
Sascha Kamp
Senior Consultant
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